Igl Compass

(Albula-Alpen, Graubünden, Schweiz)

Höhe
3015 m
Höhendifferenz
0720Hm
Schwierigkeit
Bergtour - Leicht
Wintertauglich
nein
Exposition
Süd, Nordost
Einkehr
Albula-Hospiz
Ausgangsort
Albula-Hospiz am Albulapass
Aufstieg
Fuorcla Zavretta
Abstieg
s. Aufstieg
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Charakteristik

Dank des hochgelegenen Ausgangspunkts beim Albula-Hospiz (2313 m) und des mitunter steilen und immer schnörkellosen Anstiegs ist die Besteigung des Igl Compass eine zügige Angelegenheit. Als astreiner Wander-3000er wartet er mit rutschigen Wiesen, Felsstufen und einigem Geröll auf, die Route ist an sich unschwierig; bei Schneelage kann das abschließende Gratstück heikel sein. Trittsicherheit ist für den steilen Fels-Geröll-Blockwerk-Mix auf jeden Fall nützlich. Besonders eindrucksvoll präsentiert sich im Gipfelpanorama die vergletscherte Bernina-Gruppe und die markanten Berggestalten von Piz Ot und Piz Julier, während der Blick im Osten bis zur Presanella- und zur Ortlergruppe reicht.


Beschreibung

Direkt an der Terrasse des Albula-Hospizes beginnt der beschilderte Wanderweg Richtung Fuorcla Zavretta. Er schlängelt sich zunächst in NW-Richtung durch Wiesen, die vom Weidevieh mitunter recht maträtiert sind, und schließlich recht steil nach NO hinauf zu einer flachen Hangterrasse. Dort hält man sich kurz links (NW), bevor man halb rechts einen steilen, aber nur kurzen Anstieg zu einem sattelartigen Durchschlupf anpeilt. In N-Richtung bleiben wir nun immer am linken Rand einer breiten Geröll- bzw. Bachrinne und folgen dem gut markierten und angelegten Weg, bis die Rinne an einem Felsriegel endet. Über ein paar steile, aber unschwierige Felsstufen ist die Verschneidung mittig problemlos zu passieren, danach zieht unser Steig, etwas nach NW abknickend, links um eine Felswand herum und in ein riesiges Geröllkar. Immer am linken Rand des Kars gelangen wir in einem recht steilen Mix aus Geröll und Steigspur in einen flacheren Kessel, wo man sich wieder ein wenig nach links orientiert, um einen mit Blockwerk übersäten Hang zu durchqueren. Oberhalb wartet nur noch ein kurzer, steiler Aufschwung, dann ist der weitläufige Sattel der Fuorcla Zavretta erreicht (SW). Wiederum leicht links gelangt man zu einem Wegweiser, der unser nahes Gipfelziel aber nicht erwähnt. Allerdings ist es dort bereits in voller Pracht einsehbar: Ein Steiglein leitet auf bzw. rechts neben dem Grat problemlos zum Gipfelaufbau hinüber, der sich in einigen Serpentinen zügig ersteigen lässt (SW).